
Wie die deutsche Ausgabe "Unsere neuen Nachbarn" entstand
Im WM-Jahr 2006 erlebten wir in Berlin das Sommermärchen, das unter dem Slogan Die Welt zu Gast bei Freunden stand. Wir waren gerade von Afrika nach Berlin gezogen und genossen die Vielfalt, die Farbenpracht und das gemeinsame Feiern vieler Kulturen.
Ich begann meine Arbeit der interkulturellen Vernetzung mit Migrationskirchen beim Netzwerk Gemeinsam für Berlin. Doch schon bald spürte ich, dass das Miteinander in den Gemeinden und in unserer Stadt kaum von Freundschaften mit Geschwistern aus anderen Kulturen geprägt war. Ich erlebte Vorurteile, viel nebeneinander und wenig miteinander. Damals entstand die Idee, das Gebetsheft Einwanderer und Flüchtlinge - Unsere neuen Nachbarn zu übersetzen und es einer breiten christlichen Öffentlichkeit an die Hand zu geben.
Ein Team von Freiwilligen half tatkräftig mit, so dass es beim Kongress ‚mission-net‘ 2009 in Oldenburg über 10.000-mal verteilt werden konnte.
Heute, 17 Jahre später, ist das Heft aktueller denn je. In einer Zeit rauer politischer Töne zwischen Willkommenskultur und Abschottung sind wir herausgefordert, anders zu leben – in Kirchen, Gemeinden, Nachbarschaften und der Gesellschaft.
Vielleicht gelingt es uns bei der diesjährigen WM erneut, gemeinsam mit unseren neuen Nachbarn zu feiern? Es ist unser Auftrag als Christen, Einwanderer und Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen in der Liebe Jesus beim Ankommen und Einleben mit Wort und Tat zur Seite stehen.
Möge das Gebetsheft Herzen und Augen öffnen für die Einwanderer und Flüchtlinge, die unsere neuen Nachbarn geworden sind.