
Kalender sind ein großes Thema und sehr effektives Werkzeug bei Orientierung: M. Die Kalenderarbeit begleitet uns praktisch das ganze Jahr über. Wir sind durchweg mit der Planung, Vorbereitung und Abwicklung der Kalender für das laufende und kommende Jahr beschäftigt.
Planung: Schon zwei Jahre im Voraus
Bereits im Oktober, rund um die Frankfurter Buchmesse, beginnt die Planung für das übernächste Jahr. Das bedeutet: Im Oktober 2026 beginnen wir bereits mit den ersten Gesprächen und Überlegungen für die Kalender 2028.
In dieser Phase treffen wir uns mit den Verlagen, tauschen uns aus und überlegen gemeinsam:
- Welche Kalender sollen neu ins Programm?
- Welche Sorten nehmen wir heraus?
- Welche bestehenden Produkte müssen wir anpassen?
Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist der türkische Abreißkalender, den wir durch einen Buchkalender ersetzt haben, weil die Metallaufhängung in Gefängnissen nicht erlaubt war.
Für dieses Jahr überlegen wir uns einen Kalender speziell für die Frauen im Rotlichtmilieu – inspiriert durch Freunde, die für sie Ansprechpartner und Ermutiger sein wollen und die wir damit unterstützen möchten. In Gesprächen und Überlegungen entsteht dann entweder ein komplett neues Produkt oder ein bestehendes wird so verändert, dass es die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe besser trifft.
Mutige Entscheidungen – im Vertrauen auf Gott
Bis Ende des Jahres oder spätestens Anfang des neuen Jahres müssen wir die Bestellmengen festlegen. Dann erstellen wir die Bestellungen für die verschiedenen Verlage und Druckereien – oft in großen Summen. Eine einzige Hauptsorte kann schon einmal 60.000 € kosten.
Das ist jedes Jahr ein Schritt im Glauben. Denn:
- Die meisten Bestellungen kommen erst im Herbst/Winter.
- Die meisten Spenden ebenfalls.
- Trotzdem müssen wir die Kalender mehrere Monate vorher bezahlen.
- Und doch erleben wir jedes Jahr aufs Neue, wie Gott versorgt – manchmal sehr knapp, aber immer rechtzeitig. Wir sind dankbar für Seine Treue und für all unsere Freunde, die diese Arbeit durch Gebet, praktische Hilfe und finanzielle Unterstützung überhaupt möglich machen.
Sommer: Die ersten Lieferungen treffen ein
Bereits im Juni kommt die erste große Lieferung im Lager an. Für unser Team bedeutet das:
- Platz schaffen
- Ware prüfen
- Einlagern
- Restlieferungen bis August entgegennehmen
Ab Juli kommen dann auch die ersten Rechnungen – lange bevor die Kalender bei den Menschen ankommen.
Sommer/Herbst: Prospekt & erste Bestellungen
Hochsaison: November bis Januar
Jahreswechsel: Restbestände sinnvoll weitergeben
Am Ende des alten und Anfang des neuen Jahres schauen wir, welche Kalender noch übrig sind. Unsere Kalender sind in erster Linie für Deutschland gedacht. Wenn wir aber merken, dass bestimmte Sprachen hier weniger nachgefragt werden, geben wir Restbestände nicht einfach auf.
Wir haben Kontakte zu Werken, die Hilfstransporte organisieren, und die Kalender ins Ausland mitnehmen – dorthin, wo sie Menschen ermutigen und Hoffnung schenken können.