
Wenn wir unseren muslimischen Freunden oder in einem Vortrag etwas über Ostern erzählen, nehmen wir als Anschauungsmittel gern ein gebackenes Osterlamm.
Muslime feiern das Opferfest. In ihren Ländern schlachten sie an diesem Tag ein Lamm. Von daher ist ihnen der Gedanke an ein Opferlamm bereits bekannt.
Wir stellen also ein Lamm, gebacken aus Kuchenteig (z.B. beim Discounter erhältlich), auf einen Teller vor uns auf den Tisch und fragen in die Gruppe: „Welches Tier hat eine Verbindung zu Ostern?“
Oft kommt dann: „Der Hase!“
„Nein,“ antworte ich, „es ist das Lamm.“
„Warum das Lamm?“
„Ihr feiert doch das Opferfest. Welches Tier schickte Gott, das anstelle von Prophet Ibrahims* (Abrahams) Sohn sterben sollte?” – “Richtig, ein Lamm! Schon hier sehen wir, dass statt des Sohnes ein Lamm geopfert wurde.“
"In der Tora* (im Alten Testament) lesen wir, dass Gott dem Propheten Musa* (Mose) befahl, Lämmer zu opfern, um für die Sünden des Volkes zu bezahlen. Dann müssen nicht sie sterben, sondern das Tier wird für ihre Sünden geschlachtet. Das zeigt, wie ernst unsere Sünde in Gottes Augen ist: Jemand muss dafür sterben."
Der Prophet Yahya* (Johannes der Täufer) sagte, als er auf Isa Mesih* (Jesus) hinwies: Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt! Johannes 1,29
An Karfreitag denken wir daran, dass Jesus, obwohl er keine Sünde getan hatte, trotzdem wie ein Verbrecher hingerichtet wurde. Er starb für uns, für dich und mich! Dadurch sind wir frei, zu Gott zu kommen, denn von uns selbst können wir nicht zu ihm. Aber Jesus ist nicht nur gestorben, er ist auch von den Toten auferstanden! Damit hat er über den Tod, die Sünde und den Satan gesiegt. Das ist Ostern und darum ist Ostern vor allem ein richtiges Freudenfest!
*Namen im Koran